Aladdin Plakat (Rechte: Verleih)

[Rezension] Disney’s Aladdin (Realverfilmung)

Tausend und eine Nacht – Aladdin ist wohl die bekannteste Geschichte aus der arabischen Welt. Nicht zuletzt, weil Disney 1992 die Geschichte in einem Zeichentrickfilm verewigt hat. 2019 dann der Clou: Aladdin erschien als Realverfilmung. Doch die Kritiker waren direkt auf dem Podest. Haben sie Recht? Oder wird Will Smith als Dschinni völlig verkannt?

Fakten

Darsteller: Will Smith, Mena Massoud, Naomi Scott u.a.
Altersfreigabe: ab 6 Jahren
Länge: 129 Minuten
Inhalt: Die Straßen Agrabahs sind das Zuhause von Aladdin, einem liebenswürdigen Straßenjungen, der erpicht darauf ist, sein von kleinen Diebstählen gezeichnetes Leben hinter sich zu lassen und seinem Glauben zu folgen, zu Höherem bestimmt zu sein. Am anderen Ende der Stadt hegt die Tochter des Sultans, Prinzessin Jasmin, ihre eigenen Träume. Sie sehnt sich danach, das Leben außerhalb der Palastmauern kennenzulernen und mit ihrem Status die Menschen von Agrabah besser unterstützen zu können. Während der Sultan damit beschäftigt ist, einen geeigneten Ehemann für seine Tochter zu finden, ist sein treuer und loyaler Berater, der mächtige Zauberer Jafar, aufgrund der passiven Haltung des Sultans hinsichtlich Agrabahs Zukunft frustriert – und heckt einen Plan aus, den Thron an sich zu reißen. (Quelle: Verleih)

Meine Meinung zu Aladdin

Ich bin ganz ohne große Erwartungen ins Kino gegangen, denn ich wollte mich nicht von den negativen Stimmen beeinflussen lassen, die bereits vor dem Start von Aladdin das Internet geflutet haben. Heute weiß ich: Das war gut so! Denn Will Smith als Dschinni ist richtig gut. Er verkörpert die Rolle sehr gut und auch in blau macht er eine gute Figur. Auch Mena Massoud fand ich sehr gut gecastet. Er passt gut in die Rolle des Aladdin. Mit Naomi Scott als Jasmine hab ich immer noch ein wenig zu hadern. Vielleicht liegt das daran, dass ich sie mit Power Rangers verbinde, aber ich fand sie nicht 100 prozentig passend in ihrer Rolle. Sie bringt die emanzipierte Jasmine sehr gut rüber, aber irgendetwas stört mich an ihr. Was mir jedoch sehr gut gefallen hat an Naomi Scott, dass sie nicht mehr so hoch singt, wie die Zeichentrick-Jasmine und die Jasmine im Musical. Ich finde persönlich, passt das irgendwie besser zu der Rolle. Deswegen ist meine Meinung zu Naomi Scott als Jasmine auch so ambivalent. An dieser Stelle sollte ich erwähnen, dass ich den Film im Original – also auf Englisch – gesehen habe. Daher kann ich auch nichts zur deutschen Synchronisation sagen. Vielleicht ändert sich das irgendwann, aber bisher bin ich vom Original begeistert.

Altes neu erfunden

Disney hat mir der Realverfilmung die Latte für die Nachfolger wieder sehr hochgesetzt, denn sowohl inhaltlich als auch filmisch finde ich den Film sehr gut gelungen. Regisseur Guy Ritchi hat die alte Story sehr gut umgesetzt und das ein oder andere Element neu aufgenommen. Dazu gehört unter anderem die emanzipierte Jasmine. Schon in der Vorlage von 1992 war sie nicht gerade die brave Tochter, die tut, was man ihr sagt. Doch spätestens mit dem Song “Speechless” bricht sie aus allem heraus, was sie fesseln soll. Dieser Ausbruch aus den Gepflogenheiten fehlt in der Vorlage natürlich völlig.

Was mich auch sehr gefreut hat, was die Tatsache, dass alle Lieblingslieder aus dem Zeichentrickfilm wieder aus den Lautsprechern zu hören sind. “Arabian Nights”, “One Jump Ahead” und wie sie nicht alle heißen. Mein Favorit ist die Interpretation von “Friend like me”, gesungen von Will Smith. Doch nicht nur alte Klassiker wurden neu aufgenommen. Auch neue Songs kamen dazu – alle aus der Feder des großartigen Alan Menken, der ja bereits die Originalsongs 1992 geschrieben hat. “Speechless” ist übrigens mein Lieblingssong unter den neuen. Was ich sehr sehr gerne gehört hätte, wäre “These Palace Walls” aus dem Musical. Aber man kann nicht alles haben.

Fazit

Liebe Fans von Aladdin: Bitte schaut euch den Film ohne Erwartungen an. Wer die Erwartungen zu hoch setzt, könnte natürlich enttäuscht werden. Aber das ist immer so. Egal, welchen Film man schaut. Ich kann eines sagen: Der Originalton lohnt sich definitiv.

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