Colleen Hoover - Verity

[Rezension] Colleen Hoover – Verity

Inhaltsangabe des Verlags zu Verity
Die Jungautorin Lowen Ashleigh bekommt ein Angebot, das sie unmöglich ablehnen kann: Sie soll die gefeierten Psychothriller von Starautorin Verity Crawford zu Ende schreiben. Diese ist seit einem Autounfall, der unmittelbar auf den Tod ihrer beiden Töchter folgte, nicht mehr ansprechbar und ein dauerhafter Pflegefall. Lowen akzeptiert – auch, weil sie sich zu Veritys Ehemann Jeremy hingezogen fühlt. Während ihrer Recherchen im Haus der Crawfords findet sie Veritys Tagebuch und darin offenbart sich Lowen Schreckliches.

Bibliografische Angaben:
Sprache:
Deutsch
gelesene Ausgabe:
eBook
Verlag:
dtv bold
Erscheinungsdatum:
13.03.2020

Meine Meinung zu Verity

Ich habe den Roman mit einigen Mädels aus einem Forum in einem Buddyread gelesen. Selten habe ich erlebt, dass die Meinungen zu einem Buch so auseinander gingen, wie bei Verity von Colleen Hoover. Es scheint daran zu liegen, dass Hoover-Fans einen Liebesroman erwarten und dass Hoover sich eigentlich in einem anderen Genre bewegt. Nachdem ich mich über das Buch ein wenig informiert hatte, wusste ich, dass ein Thriller auf mich wartet. Während des Buddyreads kristallisierte sich auch schnell heraus, dass es ein Page-Turner ist. Tatsächlich habe auch ich den Roman nicht mehr aus der Hand legen können, sodass ich ihn vergangene Nacht fertig lesen musste. Recht schnell merkte ich auch, dass Lowen einem grausamen Geheimnis auf der Spur ist, als sie übergangsweise bei Jeremy einzieht, der Zuhause seine Frau Verity pflegt. Doch wie schrecklich es werden würde, konnte ich mir kaum ausmalen. Eigentlich dachte ich früh, dass ich bereits hinter das Geheimnis gekommen war, aber ich hatte mich getäuscht. Genau damit spielt der gesamte Roman. Nichts ist, wie es scheint und doch bleibt es spannend.

So viel kann ich verraten, sowohl Lowen als auch Verity erzählen die Geschichte. Wir lesen dabei einen Roman im Roman, der in meinem Buddyread kurzweilig für Verwirrung gesorgt hatte. Aus Grund verschiedener Hintergründe sind beide Protagonistinnen unzuverlässige Erzählerinnen. Das macht das Ganze umso spannender. Wir wissen nicht, wem wir vertrauen können und wer uns die Wahrheit erzählt. Und ich bin ehrlich. Auch nach der letzten Seite weiß ich es immer noch nicht. Es hat mir daher unheimlich Spaß gemacht, den Thriller zu beenden, weil er nahezu alle Punkte eines guten Thrillers erfüllt für mich. Ich hatte selten auch am Ende das Gefühl, dass ich ein Buch schnellstmöglich nochmal lesen will, um vielleicht doch die Wahrheit herauszufinden. Aber gibt es hier wirklich eine einzige Wahrheit? Colleen Hoover spielt auf eine grandiose Weise mit dieser Frage und ihren Lesern. Es ist daher auch kein Zufall, dass Verity übersetzt Wahrheit oder Wahrhaftigkeit bedeutet.

Fazit

Ein Highlight des Jahres!

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