Sorry not sorry (Bildrechte: Carlsen Verlag)

[Rezension] Ella Amato – Sorry Not Sorry

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Inhaltsangabe des Verlags: Als die 17-jährige Tilda von ihrem Vater in die USA zu ihrer Mutter und deren neue Familie geschickt wird, ist sie entsetzt. Zu ihr hat sie genauso wenig ein Verhältnis wie zu Jonathan, dem neuen Mann ihrer Mutter und dessen drei unausstehlichen Kindern. Besonders Tristan, der älteste und dazu auch noch absolut heiße Stiefbruder, geht ihr unter die Haut. Schon ab ihrer ersten Begegnung benimmt er sich einfach unmöglich und treibt Tilda zur Weißglut. Doch je mehr Zeit sie, gezwungenermaßen, miteinander verbringen, desto sicherer ist sich Tilda, dass Tristans Gemeinheiten eigentlich nur eine Fassade sind…

Bibliografische Angaben:
ISBN:
9783646604917
Sprache:
Deutsch
gelesene Ausgabe:
E-Book (Kindle)
Verlag:
Impress
Erscheinungsdatum:
07.02.2019

Meine Meinung zu “Sorry Not Sorry”

Ella Amato schafft es mit ihrem Roman “Sorry Not Sorry” die Probleme eines Scheidungskinds auf den Punkt zu bringen. Hin und hergerissen zwischen zwei Familien und keine richtige Zugehörigkeit – genauso geht es auch der Protagonistin Tilda, die zu ihrer Mutter in die USA zieht, nachdem sie sich mit ihrem Vater verkracht hat.

Ehrlich gesagt hatte ich insgesamt einen typischen Teenie-Roman erwartet, doch ich wurde durchaus positiv überrascht. Ja, Tilda ist eine typische Teenagerin, aber dennoch ist sie nicht nervig oder ähnliches. Sie handelt nicht immer, wie man es selbst machen würde, aber welcher Teenie tut das schon? Wobei ich sie anfangs echt frech finde, wie sie ihre Mitmenschen mobbt. Das finde ich persönlich echt grenzwertig und auch irgendwo unnötig, da ich sehr daran zweifele, dass eine Teenagerin, die alleine unterwegs ist, so mit ihren Mitmenschen umgehen würde – egal wie sehr sie ihr auf die Nerven gehen. Dieses Verhalten ist doch sehr überzeichnet und unpassend.

Den Roman habe ich in wenigen Tagen durchgelesen. Ella Amato schreibt kurzweilig und flüssig, sodass das Lesen einfach Spaß macht und man das Buch kaum aus den Händen legen möchte. Ich vermute, wenn ich die Zeit gehabt hätte, wäre ich binnen weniger Stunden an einem Nachmittag locker durchgekommen. Gerade für Jugendliche ist dieser Schreibstil sehr angenehm, da Ella Amato auch nicht kompliziert schreibt oder mit ewig verschachtelten Sätzen arbeitet, die vielen Jugendlichen den Spaß am Lesen wieder nehmen.

Hier und da hat die Geschichte jedoch ein paar Macken. Die Charaktere wirken teils etwas überspitzt. Tildas Mutter scheint anfangs eine eher unauffällige Person zu sein, doch am Ende finde ich sie ein wenig übertrieben. Auch Tristan ist in meinen Augen ein wenig überzeichnet. Außerdem wechselt die Autorin zum Höhepunkt hin das Gerne, was ich persönlich zu viel fand. Leser, die einen Liebesroman erwarten, bekommen diesen zwar, müssen sich aber auch damit abfinden, dass die Lovestory einem Krimi weichen muss gegen Ende. Da hätte man das Ganze etwas angehen können. Das hätte vielleicht sogar Potenzial für einen zweiten Band gehabt. Ich für meinen Teil war an dieser Stelle sogar ein wenig verwirrt. Krimi liegt mir zwar als Genre, aber in diesem Moment wirkte es sehr konstruiert und unpassend.

Fazit

Eine gute Geschichte für Zwischendurch, wenn man einfach etwas leichtes lesen will. Durchaus etwas für den Sommerurlaub am Strand.

Bewertung

4 von 5 Sternen für die Geschichte um Tilda.

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