[Rezension] Kerstin Gier – Silber. Das erste Buch der Träume

u1_978-3-8414-2105-0 Silber – Das erste Buch der Träume
Autorin: Kerstin Gier
Hardcover (18.99 Euro)
416 Seiten
FISCHER FJB
empfohlen ab 14 Jahren

Inhalt: Geheimnisvolle Türen mit Eidechsenknäufen, sprechende Steinfiguren und ein wildgewordenes Kindermädchen mit einem Beil … Liv Silbers Träume sind in der letzten Zeit ziemlich unheimlich. Besonders einer von ihnen beschäftigt sie sehr. In diesem Traum war sie auf einem Friedhof, bei Nacht, und hat vier Jungs bei einem düsteren magischen Ritual beobachtet.

Zumindest die Jungs stellen aber eine ganz reale Verbindung zu Livs Leben dar, denn Grayson und seine drei besten Freunde gibt es wirklich. Seit kurzem geht Liv auf dieselbe Schule wie die vier. Eigentlich sind sie ganz nett.
Wirklich unheimlich – noch viel unheimlicher als jeder Friedhof bei Nacht – ist jedoch, dass die Jungs Dinge über sie wissen, die sie tagsüber nie preisgegeben hat – wohl aber im Traum. Kann das wirklich sein? Wie sie das hinbekommen, ist ihr absolut rätselhaft, aber einem guten Rätsel konnte Liv noch nie widerstehen … (Zitat: S. Fischer Verlage)

Meine Meinung: Die Geschichte wird aus der Sicht der 15-jährigen Protagonistin Olivia ‚Liv‘ Silber, die mit ihrer Mutter, ihrer Schwester Mia und dem deutschen Kindermädchen Lottie nach London zieht. Wie auch schon in der Edelstein-Trilogie spielt die Geschichte in der britischen Hauptstadt. Kerstin Gier schafft es erneut ein tolles Bild von der Stadt zu zeichnen. Auch die Charaktere sind logisch aufgebaut und als Leser kann man sich sehr gut vor allem in Liv hineinversetzen. Die Beschreibung ihrer Freunde sind typisch für ein Mädchen, aber durchaus amüsant. Zu ihrer Clique gehört zum Beispiel Jasper, den Liv mit dem Spitznamen: „Rasierspaß-Ken“ betitelt hat, weil er der gleichnamigen Spielfigur ihrer Schwester zum Verwechseln ähnlich sieht.
Zur Storyline ist zu sagen, dass die Geschichte selbst recht schnell in Fahrt kommt. Natürlich sollte man immer bedenken, dass es sich im den ersten Teil einer Trilogie handelt. Jedoch auch dafür ist der Spannungsbogen sehr gut gezogen worden von Kerstin Gier. Liv kommt in England an, lernt die Leute kennen, die zunächst mal doof sind und erlebt dann den Beginn ihres großen Abenteuers.
Typisch Pubertät spielen auch Jungs eine Rolle. An dieser Stelle wird es in meinen Gedanken etwas unrealistisch. Die Beziehung zwischen Liv und ihrem Freund (ha ha, ich spoilere jetzt nicht) wirkt etwas aufgesetzt. Vielleicht bilde ich mir das auch ein, aber die beiden sind von Anfang an, als wären sie wesentlich älter und länger zusammen.
Auch wenn mir dieser eine Punkt noch nicht zusagt, bin ich sehr gespannt auf den zweiten Teil, denn der erste endet mit dem Satz: „Denn in Wirklichkeit hat es noch gar nicht begonnen.“ Daher bin ich sehr froh, dass Band zwei bereits in meinem Regal wartet.

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2 Kommentare

  1. Haha! Meine Co-Autorin und beste Freundin emion kam heute mit dem dritten Band der Trilogie an und beendet ihn wahrscheinlich noch heute Abend :-).
    Nun aber zu deiner Rezension: Der erste Band der Trilogie hat mir sehr gut gefallen. Ich habe „Silber“ nach irgendeinem traurigen Buch, dessen Namen mir gerade nicht mehr einfällt, gelesen. Da war die Lektüre sehr leicht, erfrischend und unterhaltsam. Zudem mag ich Kerstin Giers Schreibstil.
    Du fasst das Buch gut zusammen und führst gelungen in die Geschichte ein. Was ich damit sagen will: Tolle Rezension! :-)
    viele Grüße
    Emma

  2. Hey :)

    Ich hab die Trilogie jetzt anlässlich des Erscheinens des dritten Bandes auch gelesen :). In Summe fand ich sie allerdings etwas schwächer als die „Edelstein“-Trilogie … Der erste Teil hat mir im Verhältnis noch am besten gefallen. Bin daher neugierig, was du zu Band 2 und 3 schreiben wirst.

    Liebe Grüße
    Ascari

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