[Uni-Tipps] Fachhochschule? Universität? Hilfe!

Heute startet meine Reihe für den September, die den Titel „Uni-Tipps“ trägt. Ich möchte euch auf diesem Weg Tipps und Tricks fürs Studium näherbringen. Anfangen möchte ich nun mit dem leidigen Thema „Fachhochschule (FH) oder Universität?“ Was ist besser? Was eignet sich für wen? Gibt es überhaupt einen Unterschied? Und was zur Hölle soll das alles?

Die Fachhochschule (FH) ist eine Hochschulform, die Lehre und Forschung auf wissenschaftlicher Grundlage mit anwendungsorientiertem Schwerpunkt betreibt.[1] Fachhochschulen führen zunehmend auch die Bezeichnungen Hochschule (HS), Hochschule für angewandte Wissenschaften (HAW), Technische Hochschule (TH) sowie die entsprechende englischsprachige Bezeichnung University of Applied Sciences (UAS).

(Quelle: Wikipedia-Artikel Fachhochschule (Deutschland))

So lautet die allgemeine Definition für die Fachhoschule, die man durchaus von Wikipedia übernehmen kann. Wie er schon sagt, wird das Präfix „Fach-“ immer mehr und mehr gestrichen, um sich den Universitäten anzunähern, denn durch den Bologna-Prozess, mit den Bachelor und Master eingeführt wurden, verwischen immer mehr die Grenzen der beiden Formen.
Während FHs praktischer orientiert waren als Universitäten, die darauf angelegt sind, aus Studenten Forscher zu machen, führen immer mehr Unis Praktika ein. Teilweise sogar Praxissemester. Dies wurde sogar von Studenten gewünscht. Aber auch die FHs nähern sich an. Es wird mehr geforscht als früher, wie die Wirtschaftswoche berichtete.

Ein weiterer Unterschied ist die Zeit, die die Dozenten für ihre Studenten aufwenden. An Unis unterrichten sie neun Stunden die Woche, während die FH-Dozenten 16 bis 18 Stunden die Woche ranmüssen, was 100% mehr entspricht. Das hat alles seine Vor- und Nachteile. Letztlich sind aber vermutlich alle Dozenten nur Menschen und für ihre Studenten da, wenn sie gebraucht werden. Das kann ich aus eigener Erfahrung sagen. Ich selbst studiere ja an einer Universität (mittlerweile die zweite) und an beiden Unis habe ich mich immer gut beraten gefühlt und nie im Stich gelassen. Was ich von FHs weiß, dürfte es dort ähnlich sein.

Der große Vorteil an FHs ist, dass man klare Vorgaben hat. Mein Freund bekommt jedes Semester einfach seinen Stundenplan und fertig. Ich muss mich mit anderen um Plätze quasi „streiten“. In Mainz war das teilweise sehr extrem. Immer wieder ist man leer ausgegangen und musste andere Kurse belegen, wenn es überhaupt noch Plätze gab. Eine Freundin beschwerte sich letztens, dass jedoch an FHs so sei, dass einem der Abschluss quasi in den Schoß geworfen wird, während wir an der Uni ackern wie blöde. Ob dies wirklich so ist, kann ich schlecht beurteilen. Aber vermutlich ist das von Person zu Person verschieden. Jedoch ist eine FH eine bessere Wahl, wenn man bereits weiß, was man mit dem Hochschulabschluss machen will. Wir an Universitäten haben teilweise den Nachteil, dass wir quasi alles und nichts machen können. Ich zum Beispiel kann mit Literaturwissenschaft und Slavistik in zig Branchen gehen. Vom Übersetzer, über Lektor bis zu Journalismus. Das kann Leute sehr überfordern. Viele meiner Kommilitonen klagten schon darüber, dass sie nicht wissen, was sie später machen sollen. Natürlich gibt es Lehramt nur an der Uni, wo man auch weiß, was man danach hat, aber das ist die Ausnahme.

So ich hoffe, ich konnte euch einen kurzen Überblick zu diesem Thema geben. Wenn es doch noch Fragen gibt, meldet euch einfach.

Wie seht ihr das eigentlich? FH oder Uni? Welche Meinung vertretet ihr?

Liebe Grüße
Jess

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