[Rezension] Josie Charles – Make me good

Inhaltsangabe des Verlags zu Make me good
Barclay studiert an einer Privat-Uni im sonnigen Miami, fährt einen Sportwagen und hat die angesagteste Clique um sich geschart. Sein Leben scheint perfekt – bis Shannon auftaucht. Die geheimnisvolle Schwarzhaarige lauert Barclay in seinem Auto auf und fordert von ihm, dass er sie zu seiner neuen Freundin macht. Weigert er sich, wird sie sein größtes Geheimnis ausplaudern. Notgedrungen lässt sich Barclay darauf ein, ohne zu ahnen, wie sehr Shannon sein Leben auf den Kopf stellen wird.

Bibliografische Angaben:
Sprache:
Deutsch
gelesene Ausgabe:
Taschenbuch
Verlag:
Self-Publisher
Erscheinungsdatum:
11.09.2020

Meine Meinung zu Make me good

Ich bin immer noch hin und hergerissen von der Geschichte. Weder Barclay noch Shannon konnten mich zunächst als Charakter überzeugen. Alles wirkte übertrieben gekünstelt. So gewollt. Sicherlich ist das Sinn der Sache, dass die ganze Situation gekünstelt ist, aber es war nicht ganz rund in meinen Augen. Nach einer Weile wurde ich wenigstens mit Barclay als Protagonist warm. Er wurde mir sympathisch. Für mich ist er jetzt nicht unbedingt der Bookboyfriend, aber er hat etwas, was mich von ihm überzeugen konnte. Shannon ist und bleibt für mich unnahbar. Sicherlich ist das auch gewollt, aber da sie eine Protagonistin ist, will ich mich trotzdem mit ihr identifizieren können oder in sie hineinblicken können. Das gelang mir trotz Ich-Perspektive einfach nicht, auch wenn sie sehr offen war. Ich kam einfach nicht an sie ran. Wie ein Felsbrock, der nicht bricht, sondern nur ein wenig bröckelt.

Normalerweise bin ich ein Fan von Nebencharakteren. Leider habe ich in diesem Roman eine beste Freundin oder ähnliches für Shannon vermisst. Barclay hat zwar Noah, aber er kam für mich zu selten vor, dass ich eine Chance gehabt hätte, ihn mögen zu lernen. Das Bild des unnahbaren Charakters zog sich daher für mich auch bei den Nebencharakteren weiter.

So beende ich dieses Buch mit der Erkenntnis, dass eine Geschichte noch so interessant sein mag, aber, wenn ich nicht an die Charaktere herankomme, ist sie nichts für mich. Ich möchte nicht sagen, dass das Buch schlecht ist. Nein! Das ist nicht meine Intention, aber wenn die Charaktere für mich weit wegbleiben, kann der Schreibstil noch so gut sein und die Story noch so spannend. Dann bleibt der Roman für mich weit weg.

Fazit

Zu einer Geschichte gehören für mich nahbare Charaktere.

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