Autorenquickie

[Autorenquickie Special] Interview mit Bonnie und Susan

Am Freitag, 18. Februar, erscheint “Unverhofft am Lake Disctrict” von Diana P. Lavender. Das Sequel zu “Ausgerechnet Alabama” soll die Herzen der Leser im Sturm erobern. Mich hat bereits der erste Band begeistert, daher war es mir eine Ehre, dass ich mit den Protagonistinnen beider Romane sprechen durfte. Schon Diana war in meiner Reihe Autorenquickie vor einiger Zeit zu Gast.

Freundschaft

Hallo Susan, hallo Bonnie, danke, dass ihr mir heute Rede und Antwort steht. Dann fangen wir doch gleich mal an.
Wie habt ihr euch kennengelernt?

Susan: „Wir sind uns vor vielen Jahren in einer Bücherei in die Arme gelaufen. Und haben dann beim Zusammenstoß als die Bücher runtergefallen sind, gesehen was die andere so liest. Als ich unter ihren Büchern Jane Austen und Shakespeare entdeckt habe, also ziemlich ähnliche Literatur wie ich sie auch mag, da wusste ich da hast du deine Herzensfreundin gefunden!“
Bonnie: „Ja, wir haben an dem Tag wirklich viel gelacht. Wir haben uns ganz spontan danach in ein Café gesetzt und über Gott und die Welt und natürlich über unsere Liebe zur Literatur gesprochen. Das habe ich zuvor noch nie mit einer anderen Frau erlebt. Es war sowas wie Freundschaft auf den ersten Blick.“

Susan, wie ist es ohne deine besten Freunde in den USA?
„Es war anfangs sehr schwer, denn ich habe Bonnie und Danny ja mehrmals vorher in der Woche gesehen. Aber in Zeiten von Voice Zoom können wir uns weiterhin sehen. Das macht das Ganze erträglicher.“

Bonnie, wie hast du den Schock verdaut, dass deine beste Freundin in den USA bleiben will?
„Sie hat ja mit Jeff eine Weile noch hier gewohnt wegen der Adoption der beiden Kinder. Aber als sie dann endgültig in die USA gegangen ist, sind natürlich schon ein paar Tränen geflossen. Aber zum Glück habe ich immer einen großen Vorrat an Gummibärchen und Schokolade zuhause.“

Bonnie, du darfst offen reden. Was sagst du zu Jeff? Welche Meinung hattest du beim Kennenlernen, von dem Typen für den deine beste Freundin in den USA bleibt und welche hast du jetzt?
„Ganz ehrlich? Ich hielt ihn für das größte Ar…. auf Erden. Aber nachdem er so ein paar wirklich liebenswerte Aktionen gemacht hat um seine Liebe zu Susan zu beweisen, konnte ich ihm nicht mehr böse sein. Er ist jetzt Teil meiner Familie.“

Susan, wie war es für dich in der Ferne von Bonnies Burnout zu erfahren?
„Ich habe mich natürlich fürchterlich erschrocken und wäre am liebsten sofort zu ihr geflogen. Aber Sie wissen ja wie das im realen Leben ist.: Zwischen Wollen und Können gibt es einen gewaltigen Unterschied. Es war ja wie sich dann rausstellte Gott sei Dank kein richtiges Burnout. Sie war einfach nur sehr erschöpft, weil sie sich total übernommen hat. Und dann die Trauer um ihre Mutter. Das macht was mit dem Menschen, wissen Sie? Sie hat einfach nur mal Zeit für sich gebraucht um ihre Batterien wieder aufzutanken und den richtigen Weg für sich einzuschlagen.“

Kommen wir zu einer kurzen Schnellfragerunde – 5 Fragen ihr dürft nur mit dem Namen antworten:
Wer ist chaotischer?

Susan grinst. „Nee, nee also, wenn ein Interview dann schon richtig. Nicht Hoppla Hopp. Soviel Zeit muss sein. Also: seit ich Kinder habe, kann ich wohl sagen, dass ich das bin.“
Bonnie wirft ein: „Ja, aber nur, weil deine Kinder dich von morgens bis abends beschäftigen und du ihnen hinterherräumen musst. Da hast du einfach weniger Zeit für deine Angelegenheiten, sprich mal deine Sachen zu erledigen.“
Susan lächelt und blickt Bonnie liebevoll an. „Ja das stimmt natürlich. Aber du warst vorher auch schon immer die Organsiertere von mir.“
Bonnie: „Oh, das ist so süß, dass du das sagst.“
Interviewerin seufzt und zuckt mit den Schultern. „Na schön, ich merke schon. Das mit den schnellen Antworten funktioniert nicht.“
Susan und Bonnie müssen lachen. Beide unisono: „Richtig.“

Jess: „Also: Wer ist geduldiger?“
Bonnie legt Susan die Hände um die Schultern. „Der Punkt geht eindeutig an Susan. „Sie müssten Sie mal sehen, wenn Sie mit ihren Kindern spricht, oder mit älteren Leuten. Da kann sonst was passieren und sie bleibt immer noch ruhig.“
Susan nickt. „Ja, ich glaube das Muttersein hat mich nochmal eine Spur ruhiger werden lassen. Als Innenarchitektin muss ich aber auch immer mit den Kunden agieren und da kann ich auch nicht sagen: „Das wird aber scheußlich aussehen! Der Kunde ist halt König und ich setze das um, was er möchte. Wobei …“ Sie grinst. „Ich habe natürlich so meine Methoden, um sie dann doch in die richtige Richtung zu schubsen. Der Trick funktioniert übrigens auch sehr gut bei meinem Mann und unseren Kindern.“
Bonnie hebt die Augenbraue: „Den Trick musst du mir auch mal verraten. Peter ist manchmal so störrisch und diskutiert mit mir bis aufs Messer. Dann kommt es schon mal vor, dass wenn es mir zu bunt wird, ich vom Tisch aufstehe und spazieren gehe.
Susan: „Echt? Das ist aber nicht gut, Süße.“
Bonnie: „Ich weiß, aber mir ist es nun mal ziemlich egal, ob die Haferflocken für mein Porridge jetzt zart oder körnig besser schmecken.“ Susan lacht schallend.

Wer ist süchtiger nach Shopping?
Bonnie errötet und Susan fängt an zu lachen. Bonnie: „Eindeutig ich. Wenn ich an einem Schaufenster vorbeikomme, in dem Fashion ausgestellt wird, kann ich einfach nicht widerstehen.“ Blickt sehr interessiert auf ihre Chanel Schuhspitzen.
Susan gickelt. „Sie sollten mal ihren Kleiderschrank sehen. Würde je Krieg ausbrechen, müsste man sie wahrscheinlich an den Füßen rausziehen, um zu verhindern, dass sie nicht Berge von Klamotten mitnimmt.“ Beide lachen.

Wer hat den besseren Männergeschmack?
Susan und Bonnie schauen sich an. Es wirkt, als würden sie mit Gedankenübertragung kommunizieren. Susan: Das ist eine fiese Frage. Bonnie nickt. „Wir haben beide einen sehr ausgefallenen Männergeschmack. Kann man das so sagen Susan?“
Susan grinst: „Ja, mein Mann ist neben der Tatsache, dass er ein Profi im Baseball ist auch noch ein hervorragender Schauspieler. Als wir uns damals kennenlernten, ich kann Ihnen sagen …, Na ja. Er ist ein bisschen extrovertiert und genießt es im Station im Mittelpunkt zu stehen. Er spielt ja jetzt nicht mehr aktiv, sondern ist Trainer. Trotzdem zieht er beim Einzug des Teams immer noch so sein Prinz Charming Ding für die Fans ab. Aber das macht nichts. Es mag sein, dass ihn Millionen Frauen anhimmeln, doch am Ende des Tages liegt er bei mir im Bett.“
Bonnie: „Jeder hat doch einen anderen Geschmack. Stellen Sie sich mal vor, alle würden nur auf den Brad Pitt Typ stehen. Das wäre schrecklich. Und auch wenn Peter mich manchmal auf die Palme bringt. Er ist einfach ein großartiger Mann.

Zu guter Letzt: Wer hat die andere mehr lieb?
Beide umarmen sich. Susan: „Wir sind wie Jing und Jang. Da ist alles im Gleichgewicht. Stimmts Bonnie?“
Bonnie nickt und drückt Susans Hand. „Das ist keine Frage, wer von uns beiden den anderen lieber hat. Wir könnten nicht ohne den anderen existieren. Ich spüre Susans Liebe durchs Telefon, wenn wir miteinander reden.“
Susan blickt Bonnie liebevoll an und streichelt ihre Wange: „Mir geht es da ganz genauso. Ich würde mit Bonnie durch die Hölle gehen.“

Danke, dass ihr wir Einblick in eure Freundschaft erhalten haben.

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