[Rezension] Jay Asher – Tote Mädchen lügen nicht

Tote Mädchen lügen nicht
Tote Mädchen lügen nicht
Jay Asher
cbt 2010-09-20 Taschenbuch 288 Seiten

Als Clay aus der Schule nach Hause kommt, findet er ein Päckchen mit 13 Kassetten vor. Er legt die erste in einen alten Kassettenrekorder, drück auf „Play“ – und hört die Stimme von Hannah Baker. Hannah, seine ehemalige Mitschülerin. Hannah, für die er heimlich schwärmte. Hannah, die sich vor zwei Wochen umgebracht hat.

Mit Hannahs Stimme im Ohr wandert Clay durch die Nacht, und was er hört, lässt ihm den Atem stocken. Dreizehn Gründe sind es, die zu ihrem Selbstmord geführt haben, dreizehn Personen, die daran ihren Anteil haben.

Clay ist einer davon ….

Meine Meinung
Ich bin immer noch überrascht, wie mich ein Roman so sehr fesseln konnte wie dieser. Von der ersten Seite an wollte ich mit dem Lesen gar nicht mehr aufhören. Immer wieder stellte sich mir die Frage „Wann ist Clay endlich dran und was hat er mit dem ganzen zu tun?“ Jay Asher weiß es, wie er seine Leser fesseln kann. Die Geschichte ist im Präsens geschrieben und im Sekundenstil. Dazu erzählt Clay alles in Ich-Perspektive. Der Leser fühlt sich mit Clay sofort verbunden bzw. denkt selbst er sei Teil der Geschichte. Zeitweise dachte ich, ich sei Clay und konnte ihm sehr gut folgen, obwohl ich noch nie in einer solchen Situation war.

Die Geschichte ist eingeteilt in 7 Kassetten plus Pro- und Epilog. Hört Clay Hannahs Stimme auf den Bändern, steht es kursiv, denkt gleich oder spricht er mit jemandem, ist es in normaler Schrift, sodass es nicht zu Verwechslungen kommt, was in dem Roman sehr wichtig ist. Zusätzlich gibt es noch die entsprechenden Zeichen wie auf einem Walkman. Das Dreieck für „Play“, das Quatrat für „Stopp“ und so weiter. Alles ist somit sehr übersichtlich gehalten und sehr leserfreundlich.

Ich konnte es einfach nicht mehr weglegen. Wenn ich musste, wurde ich wehmütig, weil die Geschichte einem letztlich sehr nah geht, denn auch Gefühle werden durch die Ich-Perspektive bestens übermittelt und treffen sofort ins Schwarze, wie es schließlich sein sollte.

Fazit
Alles in allem ein sehr empfehlenswertes Buch. Ich hätte nie gedacht, dass ich ein solches Buch lesen würde, denn eigentlich ist es nicht mein Genre, von daher würde ich jedem empfehlen es zu lesen, denn man lernt, dass Menschen nicht selbstverständlich sind.

Bewertung

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