[Rezension] Gabriella Engelmann – Goldmarie auf Wolke 7

Verlag: Arena Verlag
Ausgabe: Broschiert/Softcover
Seiten: 271
Ersterscheinung: August 2012
ISBN: 978-3401067261

Über die Autorin
Die gebürtige Münchnerin entdeckte in Hamburg ihre Freude am Schreiben. Nach Tätigkeiten als Buchhändlerin, Lektorin und Verlagsleiterin genießt sie die Freiheit des Daseins als Autorin von Erwachsenenromanen sowie Kinder- und Jugendbüchern.
(Klappentext)
Mehr zu Gabriella Engelmann im Interview, dass ich vor kurzem mit ihr führen durfte.

Marie schwebt auf Wolke 7, als sie einen Job im Laden Traumzeit ergattert. Traumhaft ist vor allem auch der Ire Dylan, den sie dort kennenlernt. Dann geschehen plötzlich viele magische Dinge, die Marie sich nicht erklären kann. Die mysteriöse Nives spinnt ihre Schicksalsfäden und im Leben von Marie und ihrer Stiefschwester Lykke ist bald nichts mehr, wie es einmal war.

Materialiät
Wir haben ein sehr stabiles Softcoverbuch, dass sogar nach dem Lesen keine Rillen im Rücken aufweist.
Im Inneren wurde sehr viel mit Typografie gespielt. Man kann den Personenwechsel sehr gut mitverfolgen, weil jede Person, die in ihrem Kapitel spricht, eine eigene Schriftart hat und somit wird es dem Leser wesentlich leichter gemacht, zu wissen, wer gerade der Erzähler des Kapitels ist und man wird nicht mit elenden Sprüngen überfordert, die den Lesefluss stören.

Cover
Ein wunderschönes Cover mit rotem Hintergrund wurde der Geschichte geschenkt. Die vielen kleinen Sterne sowie einzelne Schriftzüge wurden mit einer Goldfolie auf das Cover gestanzt. Man kann das Cover sozusagen fühlen. Dadurch wirkt es sehr hochwertig.

Inhaltliche Bewertung
Die Geschichte hat 3 erzählende Personen. Zum einen Marie Goldt, die als Hauptperson agiert, daneben ihre Stiefschwester Lykke Pechstein, die mit Tagebucheinträgen eigene Kapitel füllt und zum anderen die Feenkönigin Nives Hulda mit ihrem Helferlein Delba von denen in der dritten Person erzählt wird. Dennoch gibt es keine Gedankensprünge, sondern die Kapitel der einzelnen Personen ergänzen die vorherigen um neue Informationen oder leiten den Handlungsstrang weiter. Dadurch zieht sich ein roter Faden durch die Geschichte und alles ist sehr stimmig.
Mein favorisierter Charakter ist die fast 18 jährige Lykke Pechstein, denn sie macht den größten positiven Wandel in der Geschichte durch. Zu Beginn ist sie ein sehr melancholisches Mädchen, dass sich in die Gothic-Szene einordnen lässt. Doch durch eine schicksalhafte Begegnung verwandelt sie sich in kürzester Zeit. Diesen Wandel zu verfolgen, macht sehr viel Spaß beim Lesen, denn man erwartet ihn zu Anfang nicht unbedingt.
Marie wirkt auf mich wie ein sehr zerbrechliches Mädchen, die den Halt im Leben sucht. Der Handlungsstrang um sie und Dylan ist mit Höhen und Tiefen verbunden. Gegen Ende dachte ich sogar einmal: „Liebe Frau Engelmann, wenn die Geschichte so endet, bin ich schockiert.“
Zwar soll Marie als Goldmarie agieren, aber ihre Schwester war für mich wesentlich mehr die Goldmarie. Auch Marie hat ihr Glück verdient, doch die melancholische Lykke war mir einfach sympathischer, aber das liegt wohl an meiner leichten Abneigung gegen Friede, Freude, Eierkuchen und blonde Figuren, denen alles einfach zufällt.

Fazit
Ich will mehr!! Sobald es geht, werde ich mir eine neue Märchengeschichte von Gabriella Engelmann kaufen, vermutlich wird es die Dornröschengeschichte, denn in Goldmarie wird hin und wieder darauf angespielt. Sehr guter Marketing-Schachzug ;)

Prädikat
100% Lesenswert

Du magst vielleicht auch

Kommentar verfassen