[Rezension] Franz Kafka – Die Verwandlung

Die Verwandlung
Die Verwandlung
Franz Kafka
Hamburger Lesehefte Verlag Iselt & Co.Nfl.mbH 2010 Taschenbuch 53 Seiten

Meine Meinung
Ich war sehr skeptisch, was dieses Werk betrifft, denn von Kafka wusste ich lediglich, dass er eine ziemlich paradoxe Weltanschauung hat. Dieses Vorurteil wurde recht schnell bestätigt, denn es ist selten, dass ein Mensch als Ungeziefer erwacht. Im Laufe der Geschichte tut mir Gregor immer mehr leid. Wer eine solche Familie hat, braucht auch keine Feinde mehr. Auch wenn er ein Ungeziefer ist, heißt das nicht, dass er nicht mehr der Sohn ist, denn hinter der harten Schale steckt immer noch der weiche Kern des bekannten Menschen.

Kafka weiß es sehr gut die schwierige Situation des jungen Mannes umzusetzen und dabei persönliche Erfahrungen zu verstecken. Was ich während des Lesens gelernt habe, ist, dass man Kafkas Lebensgeschichte ein wenig kennen sollte, um seine Geschichten richtig zu verstehen. Das macht die Story damit auch noch etwas interessanter, weil man unbewusst die (traumatischen) Erlebnisse des Autors nähergebracht bekommt und somit auch ein wenig Einblick in dessen Leben bekommt. Damit wurde mir auch meine anfängliche Skepsis genommen, denn ich konnte mich besser in die Geschichte hineinversetzen, weil ich wusste, der Autor ist sich persönlich darüber bewusst, über was er schreibt, weil er selbst diese Gefühle am eigenen Leib erlebt hat. Er weiß, was es heißt, dass es Menschen gibt, die man eigentlich liebt, denen man aber egal ist – für die man Ungeziefer ist.

Fazit
„Die Verwandlung“ hat mich in eine neue, paradoxe Welt der Literatur geführt, wobei ich mir nicht sicher bin, ob ich weitere Werke dieser verqueren Welt lesen werde, denn es ist schwierig Kafka zu verstehen. Dennoch gefiel mir dieser Roman gut und hat mich überzeugt, dass ich auch mal zu Büchern greifen muss, von denen ich vorher nicht dachte, dass sie mir gefallen könnten.

Bewertung

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