[Kurioses] Technische Störungen

Hallo Freakies,
eigentlich dachte ich ein Zwischenfall pro Semester mit der Deutschen Bahn sollte genügen. Aber wir reden von der Deutschen Bahn und die Toilettenpause mit am Ende 25 Minuten Verspätung sollte heute übertrumpft werden.

Es fing schon nach der Abfahrt an. Ständig gab es seltsame Bremsmanöver. Alles fühlte sich an wie bei einer Notbremsung. Aus dem Nichts wirkten immense Kräfte auf den müden Körper ein. Bis Neubrücke zählte ich solches Bremsen mind. siebenmal. Ihr müsst wissen, von Neunkirchen bis Neubrücke liegen beim RE nur 3 weitere Haltepunkte dazwischen, was einer Fahrzeit von 30 Minuten entspricht, wenn der Zug pünktlich ist. Sicherlich wisst ihr schon, was ich jetzt sagen werde: Aus diesen 30 Minuten wurde heute natürlich nichts. Am Ende waren wir mit 15 Minuten Verspätung in Neubrücke. An jedem Halt vorher kam die Durchsage, dass die Weiterfahrt sich wegen technischen Störungen um wenige Minuten verzögert. Eh hallo? Mal drüber nachgedacht, dass ich sowas nicht wissen will, wenn ich bereits seit einigen Minuten im Zug sitze und noch bis Mainz (ca. 2 Stunden) fahren soll? NEIN, Verdammt! Das will ich nicht wissen! Von mir aus hätten sie sich was ausdenken sollen! Taube gegen die Scheibe geflogen, daher muss die Scheibe geputzt werden, oder sonst was! Aber in diesem Fall ist die Wahrheit unangebracht. Sie ist erst angebracht, wenn es heißt: „Bitte alle den Zug verlassen. Die Weiterfahrt ist nicht möglich!“

Ich habe kurzweilig darüber nachgedacht auszusteigen, weil mir die ganze Fahrt bis zum genannten Bahnhof echt unangenehm war. Bereits in Türkismühle rannte der Lokführer mit Handy am Ohr an meinem Platz vorbei. Da wusste ich, diese Fahrt wird nicht pünktlich in Mainz enden. Ich machte mich gedanklich schon darauf gefasst in Neubrücke in einen anderen Zug oder noch schlimmer Schienenersatzverkehr (deutsch: Bus) umzusteigen. Wie ich es mir denken konnten, hielten wir auffällig lange in Neubrücke, aber keine Durchsage bezüglich umsteigen. Nein, viel schöner!
Hier die Antwort auf meinen Facebookpost live aus dem Zug vorhin.

Ich war in Neunkirchen in die erste Tür nach dem Führerhaus eingestiegen. Bei Regionalexpresszügen ist das Führerhaus ja meistens direkt vor der 1. Klasse und man könnte als Gast direkt zum Fahrer gehen. Ich sitze meistens dort in der 2. Klasse, weil es beim Aussteigen in Mainz einfacher ist. Zurück zum Thema. Ich saß also im Prinzip weit vorne. Am Ende hinten. Wie das? Der Lokführer hatte (vermutlich nach Rücksprache) entschieden, dass der hintere Zugteil nach vorne rangiert wird und diese Führerhaus dann den Zug zieht. Gesagt, getan. Die Weiterfahrt ab Neubrücke verzögerte sich dadurch um weitere 20 Minuten. Ich hätte euch an dieser Stelle gerne ein Video gezeigt, wie der hintere Teil an meinem Teil vorbeifuhr, aber leider saß ich auf der falschen Seite.

Mit angeblich insgesamt 35 (nach meiner Rechnung 40 Minuten) Verspätung ging es dann endlich weiter nach Mainz. Mein Ziel erreichten wir dann auch ohne weitere Vorkommnisse, denn es war nicht mein Problem, dass unsere Fahrt außerplanmäßig dort statt in Frankfurt/Main endete. Es war mir sowas von egal. Ich war am Ziel. Da interessierten mich die anderen nicht mehr. Nach über 2 1/2 Stunden im Zug sitzen, sind die Sorgen anderer nichtig. Dann hört man nur noch das eigene Bett rufen.

Manchmal frage ich mich, was ich falsch mache. Sind euch auch schon so verrückte Zwischenfälle mit der Bahn passiert?

Liebe Grüße
Jess

Du magst vielleicht auch

4 Kommentare

Kommentar verfassen