[Interviewreihe] Aller Anfang ist schwer. Heute: Lea von Voguerella

aller anfang ist schwer

Gestern erst hab ich euch ein tolles Interview bieten können. Heute geht’s gleich weiter. Lea von Voguerella gibt tolle Bloggertipps und zeigt sogar ein paar ihrer ersten Header-Bilder. Außerdem erzählt sie, wie ihr USA-Aufenthalt sie beeinflußt hat beim Bloggen. Das und mehr gibt’s heute im Interview.

Liebe Lea, stell Dich und Deinen Blog doch bitte den Lesern vor.
Wer schon mal das Bloginterview von mir bei Heldenwetter gelesen hat, der kennt diesen Text vielleicht schon, aber es ist die beste Beschreibung, die ich bis jetzt über mich verfasst habe, deswegen hier:
Ich bin viel. Zuerst einmal bin ich Lea, die eine Schwäche für Fotografie, Mode und Reisen hat. Dann bin ich generell gern kreativ und mir gefallen auch kreative Dinge von anderen Menschen – sprich: Bücher, Filme und Zeichnungen. Wenn es warm ist, bin ich außerdem gern in der Natur unterwegs, zu warm mag ich es aber auch nicht. Schnee ohne die verbundene Kälte wäre schön. Manchmal bin ich auch gern allein, schreibe oder denke nur nach. Ich brauche genug Freizeit und Entspannung, denn ich setze mich selbst leicht unter Druck. Generell wäre ich gern perfekt und andererseits eben nicht. Mir gefällt es nicht besonders, wenn ich nicht das erreiche, was ich möchte und ich kann auch schnell mal schlecht gelaunt sein. Ansonsten habe ich mich aber gut unter Kontrolle, ich weiß, wie ich über meinen Schatten springe und mich aufmuntern kann, wenn ich traurig bin. Ja, ich kenne meine Stärken und Schwächen sehr gut.
Und eigentlich gebe ich nicht allzu viel von mir preis, was aber nicht heißt, dass ich nicht viel rede.
Könnte noch viel mehr aufzählen – das reicht. Und all das macht mich glücklich – so sein zu können, wie ich bin.
Und so wie ich bin, ist auch mein Blog. Hauptsächlich blogge ich über selbstgeschriebene Texte, Fotografien, Mode, Reisen oder Design.

Wie bist Du zum Bloggen gekommen?
Ich wurde damals durch einen Artikel von Taavi Gevinson inspiriert und startete meinen ersten Blog mit 14. Gerade hatte ich zu Weihnachten meine langersehnte Spiegelreflexkamera bekommen und war ordentlich am Fotos knipsen. Mit Blogspot hatte ich endlich eine Community gefunden, wo ich meine Kreativität mit anderen teilen kann! Ich finde es schön, Teil einer Gesellschaft zu sein, die die gleichen Interessen teilt. :)

Welche Probleme siehst Du zurzeit in der Blogger-Szene?
Im Moment sprießen die Mode-Blogs aus dem Boden und so gern ich mir manche davon ansehe – die meisten sind furchtbar langweilig. Für mich sind Blogs Onlinetagebücher und damit vielseitig. Das meine ich keinesfalls böse, aber viele größere Blogs posten nur noch gesponserte Klamotten. Mit Streetstyle hat das Ganze auch wenig zu tun.
Allgemein sollte man sich gut überlegen, ob man mit Firmen kooperiert, auch wenn das erst mal toll klingt. Viele haben Verträge, die besagen, dass die Fotos mit den Klamotten dann der Firma gehören. Und ich möchte mich nicht verkaufen.
Weiterhin finde ich Blogs schlimm, die nur auf viele Leser aus sind. Klar freut man sich, wenn die Leserzahl wächst, aber im Endeffekt bringt es nichts, wenn man 1000 Leser hat und diese nichts von sich geben. Leider verstehen das einige nicht und hinterlassen dasselbe(!) Kommentar auf jedem Blog: „Hey. Dein Blog ist echt toll! Wollen wir uns gegenseitig verfolgen?“

In Deiner Blogger-Laufbahn gab es zwischendurch eine Zäsur. Warum hast Du alles gelöscht und wieder von 0 angefangen?
Mein Blog existierte zu der Zeit bereits 1 1/2 Jahre und in dieser Zeit habe ich mich einfach verändert, bin älter geworden, reifer. Ich passte einfach nicht mehr zu den Posts auf meinem Blog – dabei sollte der Blog doch mich widerspiegeln.
Also habe ich kurzerhand alle alten Beitrage gelöscht und bin nach wie vor sehr glücklich über die Entscheidung :)

Du warst 1 Jahr in Amerika. Wie wurde dadurch Dein Blog beeinflusst?
Zu der Zeit habe ich „live“ aus Amerika gepostet und ich denke, dass das besonders interessant für meine Leser war. Außerdem haben sie mitbekommen, dass ein Auslandsjahr Höhen und Tiefen hat und es auf keinen Fall immer einfach ist. Das hat auch mich selbst verändert. Ich denke, ich bin durch diese Erfahrung offener und selbstsicherer geworden.

Wie kommen Dir die Ideen zu Deinen Designs?
Manchmal überlege ich angestrengt, wie das nächste Design aussehen könnte, manchmal kommt mir auch einfach eine Idee, die ich sofort umsetzen möchte. Generell suche ich mir Inspirationen bei Deviantart und Weheartit.

Mal aus dem Nähkästchen gesprochen: Hast Du Screenshots von Deinen ersten Designs, die Du selbst gemacht hast?
voguerella (2)
voguerella1 (2)
voguu

Welche Tipps möchtest Du den Lesern mit auf den Weg geben?
Es gibt ja schon jede Menge Blogging-Guides, trotzdem gibt es einige grundlegende Dinge.
Postet nur etwas, wenn ihr wirklich etwas zu sagen habt! Nichtssagende Bilder und ein kleiner Text können zwar schön sein, regen aber nicht zum Kommentieren, Diskutieren oder Nachdenken an.
Bevor ihr einen Posts veröffentlicht, schaut ihn noch mal an und fragt euch: Würde ich den Post auch meiner Mutter oder meinen Geschwistern zeigen? Das Internet vergisst nie.
Und vor allem: Bloggen soll Spaß bringen! Ich kenne einige, die sich davon unter Druck setzen lassen, dass sie mindestens einmal die Woche etwas posten müssen. Regelmäßigkeit ist wünschenswert, aber wenn das nicht klappt, gibt es ja noch die geplanten Posts :)
Zu guter Letzt: Seid nicht traurig, wenn ihr am Anfang oder auch zwischendurch kaum Besucher oder Kommentare bekommt. Das kommt manchmal einfach vor! Natürlich sollte man nicht darauf warten, dass Leser kommentieren, man muss auch woanders seine Meinung oder sein Feedback dalassen :)

Du magst vielleicht auch

2 Kommentare

Kommentar verfassen