[Blogparade] get fit and healthy – Fitnessstudio

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Hallo Sport-Freakies,

IMG-20150226-WA0001 mittlerweile trainiere ich bereits 4 Monate im Fitnessstudio und bin immer noch total begeistert und mit Eifer dabei. Die Gründe dafür sind echt simpel. Es macht mir sehr viel Spaß mit meinen Mädels zu trainieren und man sieht die Fortschritte bzw. spürt sie vor allem. Ich fühle mich wesentlich fitter und ausdauernder als vorher. Anfangs habe ich die ewig lange, steile Treppe vom unteren Teil des Parkhauses der Uni bis nach oben kaum geschafft. Heute laufe ich sie ohne mit der Wimper zu zucken. Ihr sieht die Treppe übrigens links und auf dem Bild sieht sie noch harmlos aus. Wir nennen sie auch scherzhaft: „Stairway to heaven“ oder „Highway to hell“.

Aber wie zur Hölle kommt ein Sportmuffel, wie ich, zum Fitnessstudio?
Die Geschichte fing im Juli an. Meine Beste hatte mich überredet mit ihr zum Zumba zu gehen. Zuvor hatte ich noch die Ausrede: „Ich hab zu dem Zeitpunkt Spanischkurs!“, aber dieser Kurs war zu Ende. Also ging ich am 17. Juli zum ersten Mal mit – und hatte echt viel Spaß. Von diesem Zeitpunkt an gingen wir jeden Donnerstag zum Zumba. Leider wurde das ganze weniger, während meiner Prüfungsphase, wegen Ausfällen oder Zeitmangel. Also entschlossen wir uns irgendwann, dass wir mehr brauchen, als einmal die Woche rumhüpfen. Zumal die positiven Folgen durchaus sichtlich waren. Zwei Kleidergrößen weniger sprachen recht schnell für sich sowie zahlreiche Komplimente von Freunden, Bekannten und Familie. Das motiviert. Wieder war es meine Beste, die mich überredete mit ihr ins Fitnessstudio zu gehen und uns anzumelden. Gesagt getan. Wir sind hin und meldeten uns an. Mittlerweile sind wir sogar zu dritt und trainieren 1-2x die Woche, was uns absolut reicht.

Warum Fitnessstudio?
Wir haben uns für das Fitnessstudio entschieden, weil wir so regelmäßig Kosten haben und daher auch was dafür tun wollen. Außerdem können wir trainieren, wann wir wollen. Natürlich ginge das auch zu Hause, aber ich zweifele sehr daran, dass das sehr effektiv wäre und dass ich so motiviert, wäre etwas zu tun. Zu mehreren macht es am Ende noch mehr Spaß und es stärkt die Freundschaft.

Aller Anfang ist schwer – Das richtige Studio für dich
Für uns war es nicht sehr schwer das richtige Fitnessstudio zu finden, denn wir hatten nur zwei zur Auswahl, da uns Ketten zu teuer waren und wir im Ort auch keine Ketten (wie z.B. McFit) haben. Doch nun möchte ich euch eine Auflistung zeigen, wie man das richtige Studio für sich findet und was den Unterschied zwischen einem guten und einem schlechten Studio macht.

Preis
Es muss nicht immer das teure Luxusstudio oder der Businessvertrag sein. Du solltest dir vor der Anmeldung Gedanken machen, wieviel du ausgeben willst, denn gerade in Städten sind die Preisspannen oft sehr groß. Da fängt es auch mal bei 20 Euro an und hört bei 100 Euro auf. Die meisten Studios haben auf ihrer Homepage die Preise offen zugänglich. Wenn nicht, einfach mal anrufen und fragen. Oder man geht vorbei und kann sich so gleich ein Bild vom Studio machen. Preisvergleich ist heutzutage nicht mehr nur bei Lebensmitteln und Stromanbietern nötig. Ich persönlich fand es sehr ansprechend, dass wir mehrere Verträge zur Auswahl hatten und uns so den richtigen auswählen konnten. Für Schüler und Studenten gibt es übrigens oftmals Rabatte. Normalerweise muss man auch nicht sofort den Vertrag unterschreiben, sondern kann auch eine Schnupperstunde machen.

Die inneren Werte
Die Räumlichkeiten sind der Charakter eines jeden Studios. Das fängt mit dem Zustand und der Hygiene an. Sehen die Geräte aus, als fallen sie gleich auseinander? Sind die Duschen und Umkleiden sauber? Werden die Geräte gesäubert/desinfinziert? Schweißgeruch ist in keinem Studio vermeidbar bzw. kaum vermeidbar. Wichtig ist auch, ob du deine Wertsachen einschließen kannst. Wir bekommen beim Eintreffen einen Schlüssel und haben dann einen Spind für unsere Sachen.
Dann solltest du dir ein Bild machen, wie voll es ist. Schau dir das Studio zu Stoßzeiten an (die kannst du dir erfragen) und schau es dir an in dem Zeitraum, wenn du ab jetzt trainieren willst z.B. direkt nach der Uni oder Schule oder vor der Arbeit. So wirst du sehen, ob es dir zu viel ist. Bei uns ist es z.B. zu bestimmten Zeiten kaum möglich Gewichte zu heben beim Armtraining. Da wir das wissen, planen wir das entsprechend. Gerade zu Stoßzeiten ist es wichtig, dass es auch genügend Möglichkeiten gibt. 2 Flachbänke auf 300 Leute reicht einfach nicht. Auch „Defekt“-Zettel an jedem zweite Gerät sind nicht förderlich.

Die Trainer
Dich soll der dickste und/oder unmotivierteste Mensch im ganzen Studio trainieren? Dann läuft da etwas gewaltig schief. So soll das natürlich nicht sein. Mag sein, dass er vielleicht in der Theorie Ahnung hat und eine Trainerlizenz besitzt, aber man sollte auch in der Praxis Vorbild für seine Zöglinge sein. Ohne das richtige Personal ist das Studio ungeeignet, denn sie sind das Aushängeschild. Außerdem ist es auch nicht nachteilig, wenn man dem Trainer auch mal beim Trainieren zuschauen kann. Das macht sie nahbarer. Du wirst sehen, dass auch sie sich abrackern müssen und für ihre Figur arbeiten müssen. Und wenn das Gesicht des Trainers durch das Gewicht dann auch mal rot anläuft, darf man auch mal schmunzeln.

Abwechslung – Kurse und Zeiten
Wir haben keine Kurse im Studio wie ich bereits erwähnt hatte, jedoch brauche ich auch keine, denn ich habe von der Uni aus die Möglichkeit kostenlos z.B. Zumba zu machen. Wenn du aber nicht nur Gerätetraining und Cardio machen willst, solltest du dir entsprechende Angebote zeigen lassen. Außerdem solltest du dir ansehen, ob du mit der Gruppengröße zurecht kommst. Bist du eher der Mensch für Kleingruppen oder dürfen es auch Massenveranstaltungen sein? Einfach mal mitmachen zum Testen. Passen die Kurse eigentlich auch von den Zeiten in dein Leben? Oder hast du während deines Wunschkurses Unterricht? Gibt es mehrere Kurse damit auch du zu deiner Traumzeit teilnehmen kannst?

Die Familie hat Regeln
Jeder kennt das: Aufräumen nervt und alle Menschen sind unterschiedlich. So ist das auch im Fitnessstudio. Jeder ist dazu verpflichtet, benutze Geräte so zu hinterlassen, wie er sie vorgefunden hat. Bei uns heißt das, Hanteln wegbringen in den Ständer, Cardiogeräte säubern und Trainingspläne wieder in die Fitnessstraße legen. Wenn du während der Stoßzeit hereinschaust, beachte auch die Menschen. Halten sie Ordnung? Werden sie im Zweifel darauf hingewiesen? Oder bleibt doch alles liegen?
Urteile aber nicht zu früh über die Menschen. Der gefährlich aussehende Muskelprotz der 200kg stemmt, ist vermutlich der netteste Mensch der Welt, mit dem man auch jederzeit einen Scherz machen kann. So entstand bei uns der „Chicken-Wings“-Witz.

Wenn du diese Hinweise beachtest, solltest du gut aufgehoben sein und kannst loslegen.

Wie läuft alles ab? – Die Anmeldung und der Vertrag
Wir waren am 10. März im Fitnessstudio. Im Ort haben wir zwei. Das zweite kam preislich jedoch nicht für uns in Frage. Außerdem ist unseres klein, gemütlich, familiär und wird von jedem empfohlen.
Die Anmeldung lief relativ schnell ab. Wir mussten nur jemanden hinter dem Tresen ansprechen und schon wurden uns die verschiedenen Verträge vorgestellt. Wir hatten die Wahl zwischen 4 verschiedenen Verträgen. Es gibt zwei Standardverträge (jährlich oder monatlich kündbar) und zwei Business-Verträge (ebenfalls jährlich bzw. monatlich kündbar). Der Unterschied liegt natürlich in den Konditionen. Wir können für ca. 30 Euro im Monat (Preis ist gerundet) Geräte- und Cardiotraining machen, hatten vier Wochen lang Trainerbegleitung. Außerdem sind die Duschen und Mineralgetränke im Angebot. Mineralgetränke impliziert Wasser (mit und ohne Kohlensäure) sowie verschiedene Zusätze, wie Ananas, Johannisbeere, Energy etc. Außerdem ist derzeit das Schwimmbad im Preis mit inbegriffen bis die Sauna fertig ist. Man muss erwähnen, dass unser Studio gerade mal 2 Jahre alt ist und daher noch nicht alles anbietet. Kurse gibt es derzeit nur sporadisch gegen Aufpreis z.B. gibt es diesen Monat einen Selbstverteidigungskurs für Frauen, der etwa 30 Euro kosten soll. Absolut legitimer Preis finde ich. Die Businessverträge enthalten z.B. auch Eiweißshakes, die wir extra zahlen müssen, aber das finde ich halb so wild, weil ich sowieso nicht auf diese Eiweißdinge stehe.

Was brauche ich für das Training?

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Das richtige Outfit ist das A&O. Ich habe immer ein Top und eine kurze Hose an. Es ist jedoch wichtig, dass man sich in den Klamotten wohlfühlt und sich bewegen kann. Bewegungsfreiheit geht vor Ästhetik. Du gehst ins Fitnessstudio nicht auf den Laufsteg. Mag sein, dass einige das anders sehen, aber wenn ich eine Übung nicht richtig machen kann, weil ich Angst habe, dass der Schritt der Hose das nicht mitmacht, dann ziehe ich eben nicht die stylische Hose an sondern die labbrige Jogginghose.

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Wichtig ist auch, dass man alles, was man braucht in eine Tasche packt. Alles einzeln ins Studio schleppen, ist unsinnig und unhandlich. Ich benötige einfach meine Sportklamotten, meine Schuhe, ein kleines Handtuch und meine Flasche. Außerdem habe ich immer Deo in der Tasche. Meine Tasche ist auch nicht riesig. Mir reicht eine kleine. Wer im Studio duschen will, sollte natürlich großes Handtuch und Waschzeug nicht vergessen. Übrigens habe ich auch meistens Wechselsocken dabei, auch wenn ich direkt zuhause duschen gehe.

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Dieser kleine Kumpel ist für mich auch noch wichtig. Unser Chip. Damit melden wir uns beim Eintreffen an. So hat das Studio auch den Überblick, wer regelmäßig da ist und wer am Ende nur ne Karteileiche ist.

Es wird Ernst – Die Einführungsstunde
Nachdem alle Formalitäten geklärt waren, hätten wir sofort auch eine Einführungsstunde machen können. Aber wir entschlossen uns erst eine Woche später einen Termin dafür zu machen. Unser Trainer nahm sich an diesem Nachmittag sehr viel Zeit für uns. Ganze 45 Minuten lang gab es zunächst ein einführendes Gespräch über Ernährung etc. und eine kurze Führung. Da wir bereits aufgewärmt waren, konnte es danach direkt losgehen. Bauch-Beine-Po stand auf unserem Programm. Der Trainer hatte ein Klemmbrett dabei, wo er unsere Trainingspläne befestigt hatte und mit Textmarker hervorgehoben hatte, welche Geräte für diese Runde angedacht waren. An jedem Gerät nahm er sich die Zeit uns alles im Detail zu erklären und auch nur den kleinsten Fehler zu korrigieren. Auch die richtige Atemtechnik war sehr wichtig. Nach 3 Stunden war unsere Einführungsstunde erst vorbei. Es hat uns sehr viel Spaß gemacht, weil es nicht wichtig war, schnell fertig zu werden, sondern weil auch Zeit zum Quatschen und zum persönlichen Beschnuppern war. So konnte man die Menschen auch kennenlernen, mit denen man ab diesem Zeitpunkt zu tun hatte.

Ich bin keine Fitnesstrainerin und nicht professionell in der Branche tätig. Meine Tipps sind auf Erfahrungsbasis und ich hoffe, ihr könnt damit eurer Traumstudio finden.

Liebe Grüße
Jess

Dieser Beitrag entstand im Rahmen der Blogparade „Getting fit and healthy“. Schaut auch bei den anderen vorbei.





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6 Kommentare

  1. toller und vor allem ausführlicher Post :)
    ich hab leider gemerkt, dass mein Studio nicht das richtige für mich ist, da es ein wenig weiter weg war und die Pflanzen drin schon fast von Staub erschlagen wurden. Als Allergiker ist man dann eigentlich nur am Nase putzen. Spaß gemacht hat es nach einiger Zeit einfach nicht mehr und auch die Lust so lange zu fahren hatte ich nicht mehr. Stattdessen mache ich meine Workouts nun zuhause :)

    Liebe Grüße,
    Mella Sophie

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